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Burn-out: Vorgesetzte tragen Mitverantwortung PDF Print E-mail
Wednesday, 28 July 2010 12:02
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Die Diagnose Burn-out ist auf dem Vormarsch. Steht sie einmal fest, fällt der betroffene Mitarbeiter oft länger aus als bei anderen Erkrankungen. Damit es nicht soweit kommt, können Chefs gegensteuern – mit sozialer Kompetenz. Wie hoch der Druck ist, der auf Arbeitnehmern lastet, wird maßgeblich von deren Vorgesetzen mitbestimmt. Wenn Führungskräfte ihr Team sorgfältig anleiten, unterstützen und als Ansprechpartner zur Seite stehen, reduziert das die Belastung erheblich.

Zuhören, motivieren und loben, bei Bedarf Trost spenden und Ratschläge erteilen - all das trägt zum Wohlbefinden der Belegschaft bei, stärkt Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Wie eine Studie der Bertelsmann-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem schweizer Institut Sciencetransfer ergab, führt eine um 20 Prozent höhere Unterstützung der Vorgesetzten zu zehn Prozent weniger Burn-out-Fällen.

Jährlich entstehen durch Burn-out in Deutschland 6,3 Milliarden Euro Kosten. Drei Milliarden entfallen dabei auf die Behandlung der Krankheit, der Rest beziffert den Produktionsausfall. Gefragt sind also Führungskräfte, die ihre Verantwortung annehmen und die Arbeitsbedingungen in ihrer Abteilung verbessern - menschlich wie organisatorisch.