| Mobbing von oben |
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| Freitag, 25. Juni 2010 um 00:00 Uhr |
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Wer am Arbeitsplatz von den Kollegen gemobbt wird, hat es schwer. Wenn der Chef der Täter ist, wird es unerträglich. Bossing ist die verschärfte Form von Mobbing, in der das ungleiche Machtverhältnis zusätzlichen Zündstoff bietet. Eigentlich leitet sich der Begriff Mobbing vom englischen Wort „Mob“ ab. Es bedeutet so viel wie „Meute“ oder „Pöbel“. Trotzdem ist es nicht immer das Fußvolk im Büro, das seinen Mitmenschen das Leben schwer macht. Wenn der direkte Vorgesetzte einen Angestellten schikaniert, spricht man von Bossing. Bossing-Opfer leiden besonders stark unter den Attacken, weil sie weniger Chancen haben, sich zu wehren. Normalerweise ist der Chef bei Mobbing erster Ansprechpartner. In schwierigen Situationen zu helfen, ist Teil seiner Fürsorgepflicht. Bei Bossing hilft meist nur der Weg zu einer höheren Hierarchieebene, zur Personalabteilung oder zu einem externen Mediator. Oft erkranken Betroffene, weil sie dem psychischen Druck nicht standhalten und sich um ihren Arbeitsplatz sorgen. Experten empfehlen bei Bossing, Tagebuch zu führen, Beleidigungen und Vorfälle zu notieren und Fakten zu sammeln. In schwerwiegenden Fällen ist es sogar ratsam, rechtzeitig eine Rechtschutzversicherung abzuschließen, um sich für eine gerichtliche Auseinandersetzung zu wappnen. |