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Lücken im Lebenslauf werden zur Regel PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 24. Juni 2010 um 00:00 Uhr

Projektarbeit, befristete Verträge, unterbrochen von freiberuflicher Arbeit – es gibt viele Gründe, warum Lücken im Lebenslauf zunehmen. Die Modernisierung der Arbeitswelt verändert die Vita ihrer Teilnehmer. Die lückenlose Erwerbsbiografie von der Ausbildung bis zur Rente steht vor dem Aussterben. Arbeitnehmer, die 45 Jahre ihres Lebens bei einem Unternehmen verbringen, wird es in Zukunft immer seltener geben.

Damit verliert die Lücke im Lebenslauf aber auch ihren Schrecken im Bewerbungsprozess. Zeiten der Erwerbstätigkeit werden immer häufiger unterbrochen durch Phasen der Weiterbildung und Neuorientierung. Bewerber wie HR-Fachleute müssen lernen, damit umzugehen. Für Personaler bedeutet das, dass Lebensläufe in Zukunft detaillierter geprüft werden müssen: Was steckt hinter der Lücke?

Hat der letzte Arbeitgeber des Bewerbers Arbeitsplätze ins Ausland verlagert? Warum gab es kein Anschlussprojekt? Als pauschales K.o.-Kriterium hat der Bruch jedenfalls ausgedient. Arbeitnehmer müssen umgekehrt zunehmend denken wie Selbstständige: Phasen der Nicht-Beschäftigung wollen sinnvoll gefüllt werden; Marktwert, Qualifikation und Erwerbsfähigkeit sind stetig zu prüfen und aufrecht zu erhalten.