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Der lange Weg zur Willkommenskultur PDF Drucken E-Mail
Montag, den 22. August 2011 um 00:00 Uhr

Die Politik debattiert darüber, wie sich mehr ausländische Fachkräfte gewinnen lassen. Dabei sind die Rahmenbedingungen für zuwanderungswillige Ingenieure, Techniker und Ärzte nicht immer einladend. Warum Deutschland? Kanada ist schließlich auch schön, oder die skandinavischen Länder. Der Bundesrepublik fehlen nicht nur Fachkräfte, sie steht auch im internationalen Wettbewerb mit anderen Ländern, die ebenfalls auf Zuwanderung setzen.

Die Hürden, um hier Fuß zu fassen, sind dafür zu hoch: Die deutsche Sprache ist, anders als Englisch, schwer zu lernen. Einwanderer aus Nicht-EU-Ländern, die hierzulande arbeiten wollen, müssen ein Jahresmindesteinkommen von 66 000 Euro vorweisen. Die Vorrangsprüfung für Ingenieure bestimmter Fachrichtungen und Ärzte, die sicherstellen sollte, dass sich für die ausgeschrieben Stelle kein geeigneter deutscher Bewerber findet, ist immerhin weggefallen.

Aber zahlreiche Abschlüsse werden immer noch nicht anerkannt, wenn sie im Ausland erworben werden. Diskussionen über Integration lassen den Eindruck entstehen, dass die Willkommenskultur zumindest entwicklungsfähig ist – eine Aufgabe für Politik und Gesellschaft.