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Vorgesetzte in der Respektkrise PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 26. Mai 2011 um 12:01 Uhr

Was Mitarbeiter an ihrem Chef zu bemängeln haben, unterscheidet sich im internationalen Vergleich sehr. Eine Gemeinsamkeit aber gibt es: Das Ansehen von Führungskräften ist gesunken. Die zurückliegende Krise hat bei den Menschen das Kritikbewusstsein geschärft. Diesen Schluss legt eine internationale Befragung nahe, in der Rundstedt und Partner von Angestellten wissen wollte, was sie an ihrem direkten Vorgesetzten stört und wie sie ihn benoten.

21 Prozent der Teilnehmer geben ihrem Chef mit „sehr gut“ die Bestnote. Das sind zehn Prozent weniger als bei einer vergleichbaren Umfrage aus dem Jahr 2007. In Deutschland ist der Absturz sogar noch steiler: Hier sinkt der Wert derjenigen, die mit ihrem Chef sehr zufrieden sind, von 28 auf 17 Prozent. Im Detail kritisieren Angestellte in Deutschland bei ihren Vorgesetzen mit 41 Prozent vor allem mangelnde Entscheidungsfreude.

Damit unterscheiden sie sich sehr von Befragten anderer Länder: Italiener stören sich eher an mangelnder Teamfähigkeit, Franzosen an schlechten Manieren, Russen an zu großer Lockerheit und fehlender emotionaler Kontrolle.