| Assessment Center: Teuer aber nicht besser |
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| Dienstag, den 29. März 2011 um 18:04 Uhr |
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1400 Euro geben Firmen pro Teilnehmer im Assessment Center aus. Viel Geld, von dem sich Unternehmen erhoffen, dass es ihnen den besten Kandidaten bescheren möge. Der Nutzen ist dennoch zweifelhaft. Die Forscher Jens Nachtwei, Berliner Humboldt Universität, und Carsten C. Schermuly, TU Braunschweig, haben den Erfolg der Bewerberauswahl bei verschiedenen Auswahlverfahren untersucht. Insbesondere interessierten sich die Wissenschaftler für die Frage, welche Methode am besten in der Lage ist, den beruflichen Erfolg vorherzusagen. Das vergleichsweise teure und aufwändige Assessment Center schnitt dabei unterdurchschnittlich ab. Nur 20 Prozent des beruflichen Erfolgs des Kandidaten ließen sich anhand des Assessment Centers vorhersagen. Gegenüber anderen Auswahlmethoden, wie etwa dem strukturierten Interview oder Arbeitsproben, ist das eine magere Quote. Lediglich das unstrukturierte Interview schnitt mit einer Trefferwahrscheinlichkeit von vier Prozent noch schlechter ab. Vielversprechend bewerteten die Wissenschaftler Eignungstests, in denen Intelligenz und Persönlichkeit kombiniert geprüft werden. Mit 36 Prozent Prognosesicherheit ist diese Methode der Sieger im Ranking. |