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Lügen für die Karriere PDF Drucken E-Mail
Samstag, den 22. Januar 2011 um 10:38 Uhr

Ehrlich währt am längsten? Vielleicht. Den beruflichen Aufstieg hingegen nutzt die Unwahrheit. Davon zumindest sind mehr als 40 Prozent der Menschen überzeugt. Die GFK Marktforschung in Nürnberg hat 2000 Personen danach gefragt, wie sie es im Arbeitsleben mit der Wahrheit halten. Um sich gegen Konkurrenten durchzusetzen, halten es vier von zehn Befragten für erlaubt, zu einer Lüge zu greifen. Es scheint der Glaube tief verankert zu sein, mit fairen Mitteln, komme man auf der Karriereleiter nicht nach oben, sondern bleibe auf ewig der nette Zuarbeiter auf niedrigen beruflichen Etagen.

Weiteren Ergebnissen zufolge ist die Lüge männlich und fortgeschrittenen Alters: Männer schwindeln mit 44,7 Prozent häufiger als Frauen (39,9 Prozent). Vor allem Arbeitnehmer, die älter sind als 50 Jahre, glauben an die karrierefördernde Wirkung der Lüge. Hier ist jeder zweite der Ansicht, ohne Lüge ginge es nicht voran. Ob es sich dabei um bestätigte Lebenserfahrung oder Desillusionierung handelt, darüber gibt die Umfrage keinen Aufschluss.