| Arbeit ist nicht alles |
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| Samstag, den 22. Januar 2011 um 10:29 Uhr |
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Eine Mehrheit der Menschen arbeitet derzeit mehr als für gewöhnlich. Das geht zu Lasten des Familienlebens. Mehr Zeit mit der Familie verbringen, mehr Zeit für sich haben, so lautet der Wunsch vieler Arbeitnehmer. Bleibt es im Jahr eins nach dem unerwarteten Wirtschaftsboom in Deutschland ein frommer Wunsch oder lässt er sich umsetzen? Jeder fünfte Arbeitnehmer hierzulande arbeitet mehr als sonst. Wie dpa meldet, lautet so das Ergebnis einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse. Hinter dem Eifer steht die Sorge, den Arbeitsplatz zu verlieren. Den Preis, den Angestellte dafür zahlen: Sie vermissen Zeit mit Ihrer Familie. Auf 68 Prozent der Frauen und 71 Prozent der Männer trifft das zu. Ob sich das Arbeitspensum zurückdrehen lässt, weil der Arbeitsplatz sich jetzt wieder sicherer anfühlt, ist fraglich. Downshiften und volle Auftragsbücher passen nur schwer zusammen. Es ist sogar umgekehrt möglich, dass die Aufgaben zunehmen, wenn es im Betrieb wieder läuft und nur zögerlich neues Personal eingestellt wird. Dabei stiftet die Arbeit für die meisten Menschen durchaus Sinn: Lebenszufriedenheit und Selbstbestätigung hängen maßgeblich von ihrer Arbeit ab. |