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Krankheit bleibt im Vorstellungsgespräch ein Tabu PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 02. November 2010 um 15:49 Uhr

Wer unter einer chronischen Erkrankung leidet, eine Depression hatte oder ein Burnout-Syndrom, kommt schnell auf lange Ausfallzeiten im Beruf. In Lebenslauf und Vorstellungsgespräch ist die Krankheitsgeschichte trotzdem fehl am Platz. Bei Krankheiten neigen Personaler dazu, von der Vergangenheit auf die Zukunft zu schließen.

Wer längere Zeit gesundheitliche Probleme hatte und sich seine Chancen auf den neuen Job nicht verbauen möchte, tut gut daran, dies im Bewerbungsprozess zu verschweigen. Fragen nach dem Gesundheitszustand sind ohnehin verboten. Eine Ausnahme gilt, wenn eine Erkrankung den Bewerber daran hindert, die Aufgaben in der Jobbeschreibung auszuüben.

Dann ist der Bewerber zur wahrheitsgetreuen Auskunft verpflichtet. Obwohl die gesetzliche Regelung bewirkt, dass man Arbeitssuchenden unvoreingenommen begegnet, ist ein Umdenken dringend notwendig. Wenn die Menschen aufgrund des demografischen Wandels dem Arbeitsmarkt länger erhalten bleiben, steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass dem Personaler im Vorstellungsgespräch ein Bewerber mit Krankheitsgeschichte gegenübersitzt. Solche Kandidaten pauschal abzulehnen, werden sich Arbeitgeber nicht unbegrenzt erlauben können.